Hier geht´s um viel Kohle

Haben Sie in diesem Jahr auch einen Sack Grillkohle gekauft? Viele tun das, aber nur noch wenige haben zu Hause einen Kohleofen. Darum werden heutzutage kaum noch Kohlenschaufeln gebraucht und auch in den Kohlenkeller muss kaum noch jemand. Aber warum heißt es mal „Kohle“ und mal „Kohlen“? Die Kohle bezeichnet den Brennstoff, die Kohlen die einzelnen Stücke oder die Menge. Und darum heißt es Kohlekraftwerk, Kohleförderung, Kohleausstieg, aber Kohlenzange, Kohlenhändler. Aber: Der Kohlenhändler könnte nach dieser Logik ja auch ein Kohlehändler sein, ein Händler, der den Brennstoff Kohle anbietet. Tatsächlich gibt es keine feste Regel. Manche Wortzusammensetzungen folgen einfach dem Sprachgebrauch. Aus diesem Grund muss eine Verbindung mit „Kohlen“ nicht unbedingt die einzelnen Kohle(n)stücke bezeichnen, das „n“ kann auch ein Fugenlaut sein.